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Die Bildhauerin

Mit individuell gestalteten Grab- und Erinnerungssteinen möchte ich dazu beitragen, der Persönlichkeit von Verstorbenen ein besonderes Denkmal zu setzen. Anders als ein Steinmetz arbeite ich als Bildhauerin mit einem künstlerischen Schwerpunkt.

Nach Trauerfällen in meinem Umfeld begann ich vor vielen Jahren damit, mich mit dem Thema Leben und Sterben zu beschäftigen. Abschied, Tod und Trauer begreife ich als zum Leben dazugehörig und als eine Möglichkeit, trotz und mit allen Schwierigkeiten zu lernen. Mit der Gestaltung moderner Grabsteine möchte ich auch zum spürbaren Wandel der Abschiedskultur beitragen und ihn aktiv begleiten.

Bei meiner bildhauerischen Arbeit empfehle ich einheimische oder europäische Materialien oder Rohblöcke aus mir persönlich bekannten Quellen. Für Blattvergoldungen nutze ich recyceltes oder konfliktfreies Blattgold aus fairen Quellen.

Ich lege Wert auf einen ökologisch orientierten Herstellungsprozess und in meinem Atelier nutze ich erneuerbare Energien. Das Atelier befindet sich im Gründerinnenzentrum der WeiberWirtschaft eG, die dort 1996 die erste ökologische Gewerbehofsanierung in Berlin realisiert hat.

Seit Mitte der 80er Jahre arbeite ich als selbständige Bildhauerin, Restauratorin und Kopistin. Ein persönliches Highlight als Kopistin steht am Französischen Rondell vor dem Schloss Sanssouci in Potsdam: meine Kopie in italienischem Marmor des Apoll nach Gaspard Adam le Jeune.

Für meine Ausbildung zur Bildhauerin folgte ich Anfang der 80er den Spuren der alten Meister. Vor dem Panorama von Michelangelos Steinbrüchen lernte ich in einem italienischen Traditionsbetrieb nahe Carrara das Handwerk der Steinbildhauerei. Mehrere Jahre arbeitete ich in den Zentren der ligurischen Bildhauerkunst, übernahm Aufträge ortsansässiger und namhafter internationaler Bildhauer*innen  und entwickelte eine klare Formensprache. Einladungen zur Teilnahme an internationalen Bildhauerei-Symposien und Ausstellungen folgten.